Ute Gerhardt im World Wild Web
Montag, 11. Februar 2008
Du und Sie - von Sensibilisierung und Sensibelchen
Wenn mich ein Ausländer mit “Du” anspricht, weil er in seinem Umkreis bisher die Anrede mit “Sie” nicht gelernt hat oder mangels Übung beides schlicht durcheinanderwirft, dann habe ich drei Möglichkeiten zu reagieren:
1. Ich setze das Gespräch ganz normal fort, weil ich nicht davon ausgehe, daß derjenige mich beleidigen oder mir zu nahe treten wollte. Bei Gelegenheit erkläre ich ihm, daß es da im Deutschen einen feinen Unterschied gibt. Oder ich lasse es sein. Ganz wie es sich ergibt.
2. Ich unterbreche denjenigen auf der Stelle, um ihm den Unterschied zwischen “Du” und “Sie” direkt klarzumachen und dann die Unterhaltung fortzusetzen. Falls wir bis dahin nicht beide längst den Faden verloren haben.
3. Ich unterstelle diesem Fremdsprachler direkt, daß er mich geringschätzt und beleidigen wollte. Ich reibe ihm als “Beweis” seinen Fehler unter die Nase und ignoriere völlig den eigentlichen Inhalt dessen, was dieser Mensch mir gegenüber zum Ausdruck bringen wollte.
Preisfrage: Welche Methode erscheint der geneigten Leserschaft als die geeignetste, diesen Menschen nachhaltig vom weiteren Kommunizieren in unserer Sprache zu kurieren?
Genau.
-
Oh, Uteeeeee, Du sprichst mir aus der Seele. Wie ich es liebe.
Wiebke am 11.02.08Seite 1 von 1 Seiten




