Ute Gerhardt im World Wild Web
Freitag, 30. Juni 2000
Brüsselliese
Puh, endlich Wochenende! Heute ging es im Büro aber auch zu—am liebsten hätte ich acht Arme gehabt! Obwohl, wie ich mich so kenne, hätte ich die eh’ nur hoffnungslos verknotet. *g*
Jedenfalls kann ich heute abend endlich so lange wie ich möchte in meinem Buch schmökern. Isabel Allende, “Daughter of Fortune”. Einfach klasse in Handlung und Stil! Die Geschichte handelt vom Findelkind Eliza im Chile des späten 19. Jahrhunderts. Das Mädchen wächst dort bei einer angesehenen englischen Familie auf und verliebt sich mit 16 Jahren in einen Chilenen, der sie schwängert und dann nach Kalifornien reist, weil dort Gold entdeckt wurde. Er verspricht ihr zwar, zurückzukommen und sie zu heiraten, aber so lange will Eliza nicht warten. Mit der Hilfe eines chinesischen Arztes versteckt sie sich als blinder Passagier auf einem Dampfer und reist ihrem Geliebten nach. Weiter bin ich noch nicht gekommen. Leider… ;o) Die Story hört sich kitschig an, ist es aber absolut nicht. Auch die Lebensgeschichte des chinesischen Arztes wird in die Handlung mit eingewoben, so daß man eigentlich zwei Bücher auf einmal liest, deren Handlungen immer wieder auseinanderdriften und sich dann wieder treffen, wie die Schnüre eines Netzes. Wirklich super geschrieben.
Und zu guter Letzt… Es ist amtlich und meine Kollegen wissen auch endlich Bescheid: Im Herbst dieses Jahres werde ich nach Brüssel umziehen und dort eine neue Stelle antreten. Ich freue mich riesig! Wer weiß, vielleicht wird dann aus “Einblick - Ausblick” so eine Art “Belgisches Tagebuch”. So à la Thomas? *g*
So, und nun wird gefeiert! Ciao allerseits, und schönes Wochenende!




