Ute Gerhardt im World Wild Web
Freitag, 22. Februar 2002
Gespräch mit einem Kollegen
Er: “Ich hab’ Dir doch vor ein paar Wochen mal einen Rohling geliehen?”
Ich: *Verwundert guck* “Ja...”
Er: “Jetzt sagst Du bestimmt gleich, den hättest Du mir schon zurückgegeben!”
Ich: *Immer noch verwundert guck” “Ja...”
Er: “Stimmt auch, hast Du.”
Ich: *Augenbrauen hochzieh & fragend guck* “Ja...?”
Er: “Hast Du heute auch 2 Rohlinge für mich?”
Hatte ich. Hätte ich sogar gehabt, wenn er mir nicht vorher unter die Nase gerieben hätte, daß ich ihm einen Gefallen “schulde”. Sogar dann, wenn er mir im Leben noch nie etwas geliehen hätte.
Er muß wohl schlechte Erfahrungen gemacht haben… Schade für ihn.
Mittwoch, 20. Februar 2002
Die Firewall…
...von McAfee kann ich nicht empfehlen. Das Ding schützt so gut gegen Angriffe, daß man noch nicht einmal mehr seine eigene Mail checken kann. Die Hilfe-Funktion ist ebenfalls überaus geistreich: Zum Thema Mail erzählt sie mir z.B. lediglich, daß es sich bei E-Mails um ein elektronisches Kommunikationsmedium handelt. Ach was? Da wäre ich ja nie drauf gekommen! Aber jetzt, wo ich es endlich weiß, wüßte ich auch gerne, wie sich das Abrufen meiner Mails mit dieser so überaus eifrigen Firewall in Einklang bringen läßt! Doch in den FAQ stehen ja sage und schreibe gerade einmal 2 Themen, die diesem Problem auch nur im entferntesten ähnlich sind. Daß darüber hinaus in der Hilfefunktion teilweise Screenshots verwendet werden, die das Programm in einer ganz anderen Version widerspiegeln, kommt doch wohl einer Veräppelung des Nutzers gleich. Am Ende habe ich nur mit viel Mühe herausgefunden, wie ich auch nur meinen Internetzugang hinter der Firewall zum Laufen bekomme. Die Erläuterungen zu TCP/IP sind bei McAfee nämlich ähnlich hilfreich wie die zum Thema E-Mail…
Fazit: Nach drei Stunden endloser Suche und Gefummel habe ich das gesamte Softwarepaket wieder runtergeworfen. Ich probier’s doch lieber mit Symantec. Hat mir schon beim Antivirus besser gefallen.
Long time no read…
Ups, es gibt mal wieder eine Menge aufzuholen… Papas Geburtstag am Sonntag, zum Bleistift. Die Birnen-Nußtorte kam gut an, ebenso die selbstgebrannte CD mit all den Oldie-Raritäten, die man eben doch nur über WinMX oder Audiogalaxy findet. Für mich selber habe ich natürlich auch eine Menge gefunden. Serge Lama: “Marie, La Polonaise” zum Beispiel—habe ich das letzte Mal gehört, als ich so ungefähr 15 Jahre alt war und WDR 3 eine Sondersendung zu Lamas “Napoléon” brachte. Den Titel und Teile des Textes wußte ich noch, aber den Song mal zu finden… Gelang mir erst vor ein paar Tagen. (Ist übrigens ein Mittelding zwischen Chanson und Oper.) Jetzt fehlt mir nur noch “Petit Bonhomme”, aber den werde ich wohl auch noch erwischen.
Kino, “The Others”, am Samstag abend. War prima, es hat sich gelohnt, dafür den Tanzabend sausen zu lassen. M. ist zwar mittendrin eingeschlafen (beim Abspann habe ich ihn dann geweckt. LOL), aber mir hat der Film gut gefallen. Schön spannend, mit schönen “Erschreckern” mittendrin, und mit einem unerwarteten Ende.
Sieht so aus, als wären auch die nächsten 3 Wochenenden schon wieder komplett verplant. Ich weiß nicht so recht, ob ich mich immer darüber freuen soll. Klar ist es schön, Freunde und Bekannte wiederzusehen. Klar sind Krankenhausbesuche notwendig - man will den anderen ja auch aufmuntern. Klar ist es schön, sich mit Leuten, die man länger nicht gesehen hat, zum Spaziergang im Park zu verabreden. Klar will die Verwandtschaft mal wieder besucht werden. Und die Klassenkameraden auf dem Ehemaligentreffen. Und dann sind da ja noch die “normalen” Sachen wie Einkaufen etc. Aber nun reicht’s mir ehrlich gesagt doch. Das kommende Wochenende wollte ich eigentlich mal in Ruhe lesend verbringen, nirgendwo hinmüssen, aber schwupp! steht schon wieder die nächste Verpflichtung an. Noch dazu eine, der man sich mit gutem Gewissen auch nicht entziehen kann. Auch wenn’s hin und zurück jeweils nur eine halbe Stunde Fahrt ist, ist der Tag eben doch zerrissen und somit im Eimer.
Mein Gedächtnis ist offenbar auch nicht mehr das, was es mal war… Am Samstag hätte ich z. B. fast die falsche CD gekauft, eine von dreien, die alle ähnlich aussahen. Außerdem vergesse ich neuerdings ständig, was ich sagen wollte, sobald ich den Mund aufmache. Und am Samstag im Kino habe ich mich während der Werbung für ein oder zwei Sekunden sogar gefragt, welcher Film denn eigentlich anschließend laufen würde! Das ist doch nicht normal???
Kann mal bitte jemand die ~*.TMP-Dateien in meinem Hirn löschen? Es werden langsam zu viele, und der Arbeitsspeicher ist auch fast voll…
Montag, 18. Februar 2002
Essen
Irgendwie habe ich mal wieder Verständnisprobleme. In mehrfacher Hinsicht.
Da sagt man einem Menschen, daß man kein Stück Kuchen mehr möchte, weil man einfach pappsatt ist. Und kriegt ein schmollendes “Aber der hält sich doch nicht!” zur Antwort! Ja und? Bin ich der Müllschlucker vom Dienst, oder was? Ist die Haltbarkeit eines Kuchens oder einer wie auch immer gearteten Viktualie tatsächlich wichtiger als meine Gesundheit bzw. mein Wohlbefinden? Bisher dachte ich eigentlich immer, die Lebensmittel seien für die Menschen da, und nicht umgekehrt?
Weiterhin kann ich diejenigen nicht verstehen, die sich wochenlang hintereinander pausenlos jammernd beklagen, ihre Hosen würden ihnen nicht mehr passen, sie würden sich ja ach so unwohl fühlen, und ihnen sei ja so schlecht, und sie würden ja schon halb krank, und das sei ja alles gar nicht gesund… - und die sich dann trotzdem noch ein Stück Kuchen aufdrängen lassen und außerdem noch die Reste des Partners / der Partnerin aufessen und noch dazu ständig in Dönerbuden, Pizzerien, Restaurants und ähnlichem anzutreffen sind, weil sie für’s Selberkochen einfach keine Zeit mehr einplanen. Die im Kino trotzdem in die Süßigkeiten des Freundes greifen und so weiter. You get the picture…
Bei allem Verständnis habe ich ehrlich gesagt keine Lust mir andauernde Klagen anzuhören, wenn für mich gleichzeitig keine dauerhafte Ursachenbekämpfung ersichtlich ist. Irgendwann kann ich es schlicht und einfach nicht mehr hören.
Donnerstag, 14. Februar 2002
Oh weh!
In den Kommentaren werden ja Drohungen übelster Sorte ausgesprochen! *g* Alyssa, vergiß die Genfer Konventionen nicht! Nur noch den Gala-Pfuel-Kaffespot sehen zu dürfen, ist vermutlich inzwischen international als Folter schlimmster Art klassifiziert!
DSL die Zweite
Kein Kabelsalat, keine Hilfeschreie—war eine Sache von 15 Minuten, inclusive Auspacken der Geräte. Und ist wirklich wahnsinnig schnell! Jetzt warte ich nur noch, bis die Essener RWE auch in Dortmund den Internetzugang über die Steckdose anbietet. Angeblich soll dieses sog. PowerNet ja 30 mal so schnell sein wie ISDN und entlang der Ruhrschiene nicht mehr allzulange auf sich warten lassen.
LOL! Ich bin wohl nie zufrieden, wie? *g*
DSL
Heute ist es soweit! In der Hoffnung, daß ich nun alle benötigten Geräte, Karten, Kabel und CDs griffbereit habe, mache ich mich nachher an die Installation von DSL. Falls hier also in den nächsten paar Tagen nichts zu sehen sein sollte, könnte es daran liegen, daß ich fluchend und in meine Kabel verheddert in meinem Arbeitszimmer in der Ecke liege und auf Hilfe hoffe. *g* In diesem Sinne: Servus & bis hoffentlich bald!
Valentinstag
Brauche ich eigentlich nicht, um manifestieren zu können, ob ich jemanden liebe oder nicht. Oder um feststellen zu können, ob mich jemand liebt oder nicht. Deshalb haben M. und ich den Valentinstag auch übergangen—wir schenken uns auch so oft gegenseitig(!) Blumen (jahaaaa, Männer mögen das offenbar auch, wenn sie ab und zu mal mit einer langstieligen Rose überrascht werden. Z. B. nach einer Dienstreise) oder andere Kleinigkeiten, von denen wir denken, daß sie dem anderen gefallen könnten.
Ist der Valentinstag deswegen schlecht? Wirklich nur Kommerz pur? Ich weiß nicht recht… Sicherlich wird viel Reibach damit betrieben, aber wenn ich mich unter meinen Bekannten, Verwandten und Freunden so umhöre, sind zumindest einige Vertreterinnen der Bevölkerung ganz dankbar, daß es wenigstens einen Tag im Jahr gibt, an dem der Partner auch von Dritten daran erinnert wird, was er an seiner Freundin/Ehefrau hat—und daß man das auch ab und zu sichtbar anerkennen sollte. Klar ist es schöner, wenn so etwas spontan kommt. Aber ein Valentinstag ist, scheint es, doch immer noch besser als nichts…
Ach ja: M. kam letztens einfach so mit einem kleinen Strauß knallorangener Gerbera nach Hause. Die leuchten nun auf dem Eßtisch um die Wette wie kleine Sonnen!
Dienstag, 12. Februar 2002
Der Witz hier
wird Alyssa sicherlich gar nicht gefallen *g*:
Q: Warum grüßen sich die Barchetta-Fahrer nicht, wenn sie sich nachmittags auf der Straße begegnen?
A: Weil sie sich vormittags schon alle in der Werkstatt getroffen haben ...
(Gefunden bei Frank)
Kleine Strafe für voreilige Verdächtigungen, Alyssa!
Montag, 11. Februar 2002
Die Bären sind los!
Sigrid hat tatsächlich das Eisbärchen aus der VW-Polo-Werbung gefunden und mir geschickt!
Auch von hier aus noch ein dickes Dankeschön—ich dachte schon, dieses Bild sei im Net noch nicht aufzutreiben!
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