Ute Gerhardt im World Wild Web

 

Montag, 25. August 2008

Suomalainen Päiväkirja

Keine Ahnung, was das heißt. Kann ich auch nicht abschreiben, ohne überkreuz zu schielen. Da muß schon Copy & Paste herhalten. Aber das Blog dahinter ist klasse. grin

Rubrik: Gefunden | 1 Kommentare (58 mal gelesen) | Permalink

Mittwoch, 20. August 2008

Küchendienst

Wenn ich auf der Suche nach Zucker in unserer Kaffeeküche feststelle, daß jemand zig dreckige Tassen im(!) Schrank bunkert, zum Teil noch mit Löffeln drin…

... dann fliegen die gnadenlos in den Müll. Mir schietegal, wem die gehören, was die gekostet haben und ob derjenige jetzt noch eine Tasse übrig hat.

Bäh, wie widerlich!

Rubrik: Geärgert | 17 Kommentare (207 mal gelesen) | Permalink

Tobias, ein Mann von Welt

Am Sonntag war ein Familienausflug in die Schwimmbad- und Saunalandschaft im Dortmunder Westen angesagt. Unsere Kinder konnten nackig in der Sonne herumspringen und hatten ihren Spaß. Und wie das eben so ist, ergaben sich hier und da lockere Kontakte mit anderen Familien. In diesem Fall mit einem kleinen Mädchen und dessen Eltern. Die Mutter schäkerte ein wenig mit Tobias herum und das kleine Mädchen winkte ihm zu. “Tobias, wink doch dem Mädchen mal zurück,” ermunterte ich meinen Sprößling. Und was macht der? Greift sich souverän in den Schritt und zieht freudig strahlend sein bestes Stück so lang wie es nur eben geht.

(Ich glaube, zu seinem zweiten Geburtstag werden wir ihm einen “Knigge für Kinder” schenken. *g*)

Rubrik: Tobias | 4 Kommentare (128 mal gelesen) | Permalink

Dienstag, 19. August 2008

ISS

Unser neuer Caterer heißt übrigens wie die Internationale Raumstation.
Honi soit qui mal y pense.

Rubrik: Gegrinst | 2 Kommentare (67 mal gelesen) | Permalink

“Ich fühle mich wild”

Zirka alle 10 bis 14 Tage gehe ich meine Web-Statistiken durch. Da jeweils nur die letzten 500 Seitenaufrufe analysierbar sind, sehe ich natürlich immer nur eine Momentaufnahme der (grob geschätzt) vorangegangenen 18 Stunden. So entgeht mir vermutlich so manches Schmankerl. Aber selbst unter diesen Umständen ist es schon interessant, über welche Google-Anfragen der “Zickenterror” zum Teil gefunden wird. *LOL*

Noch viel erstaunlicher finde ich jedoch die Tatsache, daß es (der IP-Range nach zu urteilen) einen einzelnen User gibt, der immer wieder nach “zickenterror.koberstein.org” sucht. Warum macht jemand sowas? Warum sucht jemand nach etwas, das er doch schon hat? Und warum immer wieder? Gibt es tatsächlich Browser ohne Bookmark-Funktion? Oder ist dies das virtuelle Pendant zur Suche nach der Brille, die man auf der Nase sitzen hat? *g*

Rubrik: Gewundert | 7 Kommentare (148 mal gelesen) | Permalink

Nennt mich humorlos,

aber nach der letzten albernen Mail von Stayfriends habe ich meinen Account dort gelöscht. Hat eh so gut wie nix gebracht.

Es ist schon merkwürdig, aber so klasse ich das Web und die sich daraus ergebenden Möglichkeiten auch finde: Mit diesen ganzen Netzwerken wie Wer-Kennt-Wen, Stayfriends & Co. kann ich nichts anfangen. Von Xing vielleicht mal abgesehen. (Bei letzterem steckt aber auch ein handfester Zweck dahinter.) Vermutlich ist das wohl die virtuelle Fortsetzung meiner Aversion gegen Vereinsmeierei jeder Art. Der einzige Verein, dem ich angehöre ist die Vereinigung der Sternenfreunde, Deutschlands größter Verein für Amateurastronomie. Und das schlicht und einfach aus dem Grund, weil da nicht nur im Kreis herumpalavert wird, sondern Wissen und Erfahrungen gesammelt werden können, die man in so geballter Form nirgendwo anders finden würde.

Ich gebe auch ehrlich zu, daß Bloggertreffen absolut nicht meins sind. So gerne ich z. B. Frau… äh… Mutti mal kennenlernen würde, so wenig zieht es mich zu diesen jährlichen Riesentreffen in der Grünen Villa. Ich bin sicher, die sind super organisiert und es sind lauter nette Leute da. Aber mir sind das einfach zu viele auf einmal. Da werde ich kribbelig und aggressiv.

Rubrik: Geblogt | 2 Kommentare (78 mal gelesen) | Permalink

Mittwoch, 13. August 2008

Nothing for Ungood

=> “German quirks from an American perspective.”

Rubrik: Gegrinst | 0 Kommentare (50 mal gelesen) | Permalink

Internet für Frauen

Mein Kollege sieht einen Stapel dünner Broschüren durch, hält plötzlich inne und meint: “Ach, ‘Internet für Firmensteht da. Ich hatte erst ‘Internet für Frauen gelesen. Da dachte ich schon, das wäre was über… äh… über… Na, mit vielen Bildern jedenfalls.”

Rubrik: Gelacht | 0 Kommentare (55 mal gelesen) | Permalink

Dienstag, 12. August 2008

Ich würde sagen…

... der Zweikampf “Volvo V40 gegen Renault Clio” ging zugunsten des Volvo aus. Meine hintere Stoßstange ist zwar leicht demoliert und der Rahmen darunter vermutlich verzogen, aber meine Scheinwerfer sind noch intakt, die Motorhaube unversehrt und und aus meinem Auto entwich auch kein Dampf. Weiß nicht, was der sich dabei dachte, als er mich über die rote Ampel schieben wollte…

Tobias fand die ganze Angelegenheit sehr spannend. Aus dem einen Fenster heraus konnte er sich die Baustelle ansehen, wo vor ein paar Monaten die Sprengung eines großen Hauses stattgefunden hatte. Auf der anderen Seite stand quasi hautnah zum Anfassen ein Polizeiauto mit eingeschaltetem Blaulicht. Wenn es nach meinem Sohn gegangen wäre, würden wir wohl jetzt noch alle da herumstehen.

Das Beste an der ganzen Chose war allerdings, daß ich mal wieder mein Handy aus meiner Handtasche kramen mußte. (Es haben nur fünf Leute die Nummer, und so kommt es, daß es oft tagelang unbeachtet bleibt, denn die Wahrscheinlichkeit, daß mich darauf jemand kontaktiert, tendierte bisher gegen Null.) Ich weiß nicht, was mein Unfallgegner von mir dachte, als ich nicht zeterte, fluchte oder zitterte, sondern plötzlich ein dickes Lächeln auf dem Gesicht hatte.  grin

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Mobbing in der Schule

Frau… äh… Muttis ältestes Kind wird in der Schule gemobbt, wie sie in drei unterschiedlichen Einträgen berichtet. Und es trudeln viele gutgemeinte Ratschläge ein, wie dem Problem beizukommen ist. Einige davon fand ich ja nun doch etwas simplistisch, um nicht zu sagen “naiv”. Ein Kommentar direkt bei Pia würde vermutlich den Rahmen ihrer Kommentarfunktion sprengen. Daher also nun hier meine drei “Favoriten” und mein eigener Senf zu diesem Thema:

1: “Mir hat damals nur geholfen, mir (über Jahre hinweg, wohlgemerkt) eine arrogante Art zuzulegen und meine unterbelichteten Mitschüler mitleidig von oben herab zu belächeln.”

Das kann gegen Mobbing helfen. Wenn man Glück hat. Wenn man Pech hat - und das wird wesentlich öfter der Fall sein -, wird man genau wegen dieser vermeintlichen Arroganz erst recht zum Opfer, weil sie nämlich den anderen auf andere Weise erniedrigt und provoziert. Wenn man noch größeres Pech hat, wird sie irgendwann echt. In jedem Fall jedoch verhindert sie auch das Schließen von Freundschaften, die man gerade dann nötig bräuchte. Denn man wirkt ja nicht nur auf die Mobber arrogant, sondern auch auf die Umstehenden. Und sie vermittelt dem Kind das Gefühl, daß es nicht einfach sein und leben darf, wie es ist und will, sondern sich in irgendeiner Form verbiegen und von den anderen distanzieren muß, um Gewalt zu entgehen. Das kann’s nicht sein.

2: “Ein Big Brother, Big Sister Program in der Schule anregen. Oder falls das zu schwer ist, ein aelteres Kind, dass man kennt uns schaetzt ansprechen und es bitten, Ansprechpartner fuer das eigene Kind zu sein. (Ja, so eine Art: Wenn Du nicht aufhoert, dann hole ich meinen grossen Bruder!)”

Frage: Welche Chance bzw. Kraft hat selbst ein älteres Kind, diese Riesenverantwortung abzulehnen, wenn ein Erwachsener mit so einem Ansinnen auf es zukommt? So gut wie keine. Das ist unfair gegenüber dem älteren Kind. Schon erst recht außerhalb eines entsprechenden Programmes, so ganz ohne Anleitung und Unterstützung von oben. Würde ich als Mutter davon erfahren, daß eine andere Mutter mein Kind mal eben als Bodyguard für ihren eigenen Sprößling auserkoren hat, ohne daß da von mir und der Schule Rückendeckung zugesichert wurde, dann bekäme sie von mir einen verbalen Einlauf, der sich gewaschen hätte. Soziale Verantwortung ist ja schön und gut, aber dergestalt aufoktroyiert ist das emotionale Erpressung. (Und davon abgesehen kann das auch ganz schön peinlich für den Gemobbten werden und das Problem für ihn somit noch verschlimmern.)

3: “Ruhe bewahren. Herausfinden, was der Grund fürs Mobbing ist.”

Soll heißen?
- Den Grund herausfinden, warum der Mobber so ein Soziopath ist? Und wenn er dann nach drei Jahren Therapie eventuell wieder in der richtigen Spur läuft, darf das Opfer endlich auch mal wieder angstfrei zur Schule gehen, oder wie? Mag sein, daß man das Übel an der Wurzel packen muß. Aber bis die entfernt ist, gehört der Mobber als solcher vorrangig erstmal auf andere Weise unschädlich gemacht.
- Oder soll ich gar meinem Kind einreden, es sei selbst der Grund und müsse sich ändern? Sein Licht unter den Scheffel stellen? Sich konform kleiden? So tun, als fände es Fußball toll? Nö, oder?

Nett fand ich auch den Hinweis, man möge dem Kind Freunde in der eigenen Klasse verschaffen, die für es einstehen. Hat was von Punkt 2. Entweder, man hat Freunde, die das aus eigenem Antrieb tun, oder man hat sie nicht. Denn man darf nicht vergessen, daß diese Freunde schließlich selber auch in die Schußlinie geraten können, wenn sie sich mit dem Opfer solidarisieren. Tun sie dies freiwillig - fein. Tun sie es nicht… sollte man sie nicht unter Druck setzten, dieses Risiko einzugehen. Der Schuß geht sonst gewaltig nach hinten los. Nach dem Motto “Du bist schuld, daß ich nun auch gemobbt werde!” - und schon hat das eigene Kind wieder einen Feind mehr. Ganz davon abgesehen, daß Kinder ziemlich feine Antennen haben dafür, ob ihre Freundschaft wirklich um ihrer selbst Willen gesucht wird.

Mal ehrlich: Wenn das Problem anhält, halte ich einen Schul- oder zumindest Klassenwechsel nicht für die schlechteste Idee.  Ich wünschte, meine Eltern hätten mir dies damals in der Grundschule ermöglicht. Ich wünschte, sie hätten das Problem überhaupt in seiner vollen Tragweite erkannt. Ich war Pias Sohn in vieler Hinsicht ziemlich ähnlich. Aber da ich zum Schluß sogar als Schulbeste mit besonderem Lob ins Gymnasium verabschiedet wurde, war ja vordergründig alles in Ordnung. Vieles habe ich auch irgendwann gar nicht mehr erzählt, hatte ich doch noch die Worte meiner Mutter im Ohr, wenn sie noch einmal hören würde, daß ich mich nicht “anständig wehre”, würde sie mir gleich anschließend auch selbst noch den Hintern versohlen. Ich konnte aber einfach nicht zuschlagen. Stattdessen habe ich nachts heimlich geheult und mich tagsüber vor dem Real Life in Büchern vergraben. Ich schlief schlecht und es liefen ständig Filme mit beängstigenden oder aggressionsgeladenen Szenen vor dem inneren Auge ab, die sich kaum stoppen ließen. Ich spielte innerlich wieder und wieder die selben erdrückenden Situationen in zig Variationen durch und fand doch keinen Ausweg, von einer Lösung ganz zu schweigen. Ziemlich bald litten dann auch die Freundschaften mit den Kindern in der Nachbarschaft. Wenn man sechs Stunden am Tag immer wieder vor Augen geführt bekommt, wie blöd und unerwünscht man doch ist, dann wird man irgendwann auch denen gegenüber mißtrauisch und dünnhäutig, die einem eigentlich gar nichts Böses wollen. Man fängt an, jedes Wort auf die Goldwaage zu legen, jedes Wegdrehen als Ignorieren zu interpretieren, jeden harmlosen Witz als Angriff, jedes Versehen als Absicht, etc. Irgendwann entspricht man dann tatsächlich dem Bild, von dem man meinte, daß der andere es von einem hätte, und der Teufelskreis beginnt…

Pia, man muß nicht auf Deibel komm raus seinen Claim verteidigen - schon erst recht nicht, wenn er dermaßen verseucht ist. Man darf das Problem nicht kommentarlos unter den Tisch fallen lassen, das ist schon klar. Die Verantwortlichen sollen schon erfahren, was los ist und eine Chance erhalten etwas zu ändern. Aber man muß auch nicht alles aushalten, wenn über längere Zeit keine Besserung in Sicht ist. Da hat man dann zwar “durchgehalten” - aber um welchen Preis? Anerkennen wird es niemand, und zumindest mir hängt vieles heute noch nach - 30 Jahre später.

Rubrik: Gedacht | 8 Kommentare (264 mal gelesen) | Permalink
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